Akne: Wie sie entsteht und was man dagegen tun kann

Do not remove or reposition this element

von Dr. med. Ioanna Tampouri


Akne äußert sich klinisch durch ein unregelmäßiges Hautbild, welches durch eitrige Pickel,

Komedonen sowie Narben vorwiegend im Gesichtsbereich vorkommt. Dermatologen unterteilen

Akne in mehrere Unterformen, u.a. Acne excoriee des jeunes filles, Akne komedonica und Akne

apulopustulosa.

Aufgrund der Komplexität dieser Aufteilung, verzichte ich hier ganz bewusst auf eine detaillierte

Erklärung und beschränke mich in diesem Artikel auf die häufigste Form der Akne.

Wie sie entsteht

Diese Form der Akne entsteht durch das Zusammenspiel verschiedenster Faktoren. Viele davon

sind der Wissenschaft bekannt, es kommen jedoch immer wieder neue Aspekte hinzu. Auf

unserem Blog finden Sie in der „News“ Sektion laufend neue Informationen hierzu. Heute weiß

man, dass genetische Faktoren bei der Entstehung von Akne eine wesentliche Rolle spielen. Ihr

behandelnder Arzt, fragt Sie daher in einem Anamnesegespräch meist nach Akneerkrankungen in

der Familie.

Durch vergrößerte Talgdrüsen mit deutlich gesteigerter Talgproduktion kommt es zu glänzender

Haut. Eine nachfolgende Verstopfung der Talgdrüsen führt dann zu eitriger Pickelbildung. Zum

späteren Zeitpunkt platzt der Pickel und es entsteht eine ausgedehnte Entzündung und

Bakterienbesiedlung. Dies äußert sich in Form einer Hautrötung (wiss. Erythem). Oft kann man die

Finger nicht davon lassen und Pickel werden ausgedrückt, diese Manipulation des Pickels führt

dann zu einer möglichen Narbenbildung. Soweit zum Entstehungsmechanismus der Akne.

Was man dagegen tun kann

Es gibt auch äußerliche, Akne begünstigende Faktoren, die wir bis zu einem gewissen Grad beeinflussen können. Dazu zählen beispielsweise Rauchen, Ernährung oder Stress. Das Rauchen zu reduzieren oder gar damit aufzuhören, Stressreduktion und regelmäßiges Körpertraining können – egal bei welchem Hautleiden – über längere Zeit zu einem besseren Hautbild führen.

Lediglich bei der Ernährung gibt es keine verlässlichen wissenschaftlichen Daten, welche einen direkten Beweis liefern, dass nach übermäßigen Genuss von z. B. von Schokolade, eine Akne induziert wird. Man weiss jedoch, das Aknepatienten eine gewisse Insulinresistenz in der Haut aufweisen, daher können sogenannte hyperglykämische Nahrungsmittel und Milch eine Rolle in der Akneentstehung spielen. Hier empfehle ich auf eine ausgewogene Ernährung zu achten – Zucker gänzlich zu vermeiden ist schwierig, stattdessen können Sie versuchen weniger davon zu konsumieren. Greifen Sie zu einem ungesüßten Drink anstelle der gezuckerten Limonade. Auch ein übermäßiger Milchkonsum sollte eingeschränkt werden. Setzen Sie sich realistische Ziele, die Sie über einen längeren Zeitraum verfolgen können. Schon kleine Veränderungen im Speiseplan sind realistisch und gut umsetzbar.

Therapie

Man unterscheidet in der Fachwelt zwischen der äußeren (externen) Therapie und der inneren (internen) Therapie. Bei leichteren Formen der Erkrankung beginnt man zunächst mit der externen Behandlung. Welche der vielen zur Verfügung stehenden Cremes oder Waschlösungen zum Einsatz kommt, hängt vom Typ der Akne, des Patientenalters und vom individuellen Hauttyp ab.

Im Folgenden gehe ich auf zu einzelne, am häufigsten verwendeten Substanzen ein:

• Retinoide sind Retinol - Derivate (Vitamin A). Diese werden gering dosiert in Form von Cremes, Gelen und Lösungen angeboten. Bei einem fettigem (seborrhoischem) Hauttyp sollten als Grundlage Gele und Lösungen bevorzugt werden. Bei einem normalen Hauttyp können auch Cremes und Gele zum Einsatz kommen. Die Retinoide reizen die Haut anfänglich und führen zu Rötungen, daher ist es sinnvoll mit einer einmaligen Tagesanwendung in den abendlichen Stunden zu beginnen. Hierbei verschließt man die Gesichtsrötung. Nach dieser Phase der Hautgewöhnung steigert man die Anwendung auf 2x täglich. Der Gewöhnungseffekt auch"Hardening" genannt, tritt für gewöhnlich nach etwa vier Wochen ein. Im gesamten Behandlungsverlauf sollte man unbedingt auf ausreichenden UV-Schutz achten, da die Sonnenbrandgefahr deutlich erhöht ist.

 

Azelainsäure wirkt antimikrobiell, die Wirkung der Creme oder des Gels setzt erst nach einigen Wochen der Behandlung ein. Zwischenzeitlich kann es zu Hautreizungen mit Rötung und Schuppung kommen. Gerade zur Neurodermitis neigende Haut scheint diese Form derTherapie besser zu vertragen als die andere externe Aknetherapeutika.

 

Salicylsäure wird wegen ihrer komedolytischen Wirkung eingesetzt. D.h. die Substanz führt zur Auflösung der Komedonen.

 

Benzoylperoxid (BPO) weist eine keratolytische und eine antimikrobielle Wirkung auf. Wichtig zu erwähnen ist, dass bei diesem Wirkstoff keine Gefahr der gefürchteten Resistenzentwicklung gegenüber Antibiotika besteht. BPO steht ebenfalls als lokale Therapie u.a. in Form von Cremes zur Verfügung und wird in der Regel 1x am Tag aufgetragen. Anfängliche Hautreizungen mit Rötung, Schuppung und Brennen sind nicht ungewöhnlich. Nach wenigen Wochen kommt es in der Regel zu einem Gewöhnungseffekt. BPO sollte bei Neurodermitis-Patienten mit Vorsicht angewandt werden, da hier das Risiko einer Kontaktallergie besteht.

 

Antibiotika wirken ebenfalls antimikrobiell, sind jedoch in ihrer Wirksamkeit BPO unterlegen. Antibiotika sollten in Kombination mit anderen, hier erwähnten Präparaten angewandt werden und sollten nicht über einen zu langen Zeitraum in Gebrauch genommen werden.

 

Wichtiger Hinweis:

Wie bereits erwähnt können einige Therapeutika zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Hautrötungen, Rauheit oder einem brennenden Gefühl führen. Dieser Artikel enthält nur

allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. 

 


Empfohlene Produkte bei Akne

D'Alchemy Age-Cancellation Booster
47,00 € 94,00 € / 100ml
D'Alchemy All-over Blemish Solution
44,00 € 88,00 € / 100ml
D'Alchemy Purifying Facial Cleanser
26,00 € 20,80 € / 100ml
Dafna's Purify Cleanser
39,00 € 39,00 € / 100ml
RUHAKU Clear Moist Lotion
42,00 € 42,00 € / 100ml
RUHAKU Moist Charge Cream
54,00 € 180,00 € / 100g

Do not remove or reposition this element


Über die Autorin

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

2018
Promotion zum Dr. med. Uni Tübingen und Facharzt

seit 2019
Oberärztin in der Privatambulanz der
Charité – Universitätsmedizin 


Dir könnte auch gefallen...


Interessante Produkte...

RUHAKU 


Entdecke die Lösung für Deine Hautprobleme...