Psoriasis: Definition, Ursachen & Therapie

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von Dr. Emil Andonov


Definition

Psoriasis (Syn. Schuppenflechte) ist durch einen chronisch rezidivierenden, schubweisen Verlauf gekennzeichnet. Es finden sich scharf begrenzte, schuppige Hautstellen mit charakteristischer silbriger Schuppung. Beim manuellen Versuch des Abtragens der Schuppen, kommt es meist zu einer Blutung. Die typischen Hautveränderungen treten gern im Bereich der mechanisch stärker beanspruchten Körperstellen, wie dem Haaransatz, Ellenbogen, Kreuzbein sowie den Kniescheiben auf. Es gibt Sonderformen, die sich an anderen Körperstellen entwickeln, bevorzugt an der Achselhaut oder Leistengegend.

 

Heute weiß man, dass die Schuppenflechte keine ausschließlich auf die Haut beschränkte Erkrankung ist. Es gibt inzwischen wissenschaftliche Studien die belegen, dass die Entzündung sogar im gesamten Körper vorkommen kann. So findet man beispielsweise bei etwa jedem dritten Psoriasis-Patienten auch eine Gelenkbeteiligung.  Sollte Ihnen daher im Alltag auffallen, dass Sie z. B. regelmäßig Kreuzschmerzen verspüren, könnte dies ein Teilsymptom Ihrer Hauterkrankung sein. Auch hoher Blutdruck hängt häufig mit Psoriasis zusammen.

Ursachen

- genetische Faktoren: ca. 1-3 % der Bevölkerung in Deutschland sind von der Schuppenflechte betroffen. Sollte ein Elternteil Psoriasis aufweisen, erhöht sich das Risiko der Kinder an Psoriasis zu erkranken auf ca. 14%

 

- gesteigerte Synthese von antimikrobiellen Peptiden: diese Dysbalance führt zu einer gesteigerten Hautentzündung. Der Vorteil ist jedoch eine geringere Infektneigung der Psoriasispatienten

 

- Medikamenteneinnahme: es ist bekannt, dass gewisse Medikamente eine Psoriasisentstehung begünstigen können (z. B. Blutdruckhemmer, Schmerzmittel wie Diclofenac, verschiedene Antibiotika). Sollten Sie gewisse Medikamenten einnehmen, achten sie darauf, ob sich Ihr Hautstatus im zeitlichen Zusammenhang verschlechtert

 

- weitere Ursachen: emotionaler Stress, mechanische Traumata der Haut, Sonnenbrand, irritative Lokaltherapien, Infekte, Alkohol und Rauchen. Die gute Nachricht bei diesen auslösenden Faktoren ist, das man sie bis zu einem gewissem Grad beeinflussen kann.

 

- gesteigerte Hauterneuerung: die Geschwindigkeit der Hauterneuerung ist  im Vergleich zur gesunden Haut bis zu 8-fach vergrößert. Die Ursache hierfür ist sehr komplex und spielt sich auf zellulärer Ebene ab. Knapp zusammengefasst, herrscht eine Dysbalance zwischen den Keratinozyten (einzelne Hautzellen) und dem überaktivierten Immunsystem

 

Klinische Präsentation

Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten, es gibt jedoch zwei Alterspeaks: im 2. bis 3. Lebensjahrzehnt (Typ I) und seltener im 5. Lebensjahrzehnt (Typ II) erstmals auftretend. 

Die meisten der Psoriatiker leiden an einer milden, häufig nicht behandlungsbedürftigen Erkrankungsform. In etwa 80 % der Fälle findet sich zusätzlich eine Nagelmitbeteiligung. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer beträgt bei Psoriasis-Patienten etwa 22 Jahre.

Beachtenswertes

Es gibt wissenschaftliche Daten, welche darauf hinweisen, dass Psoriasis das Risiko für Verkalkungen der Herzkranzgefäße deutlich steigert. Die Kalkablagerungen in den Kranzgefäßen führt unvermeidlich zu weiteren Herzschäden, wie beispielsweise einem Herzinfarkt. Die Psoriasis scheint auch eine Rolle bei der Begünstigung der Fettleibigkeit und Diabetes zu spielen.

Psoriatiker haben ein erhöhtes Risiko für Hypertonie.

 

Therapie

Eines Vorweg: es tut sich sehr viel Neues im therapeutischen Bereich (externe/äußere und interne/innere Behandlung) auf, da das Verständnis für die Krankheitsentstehung in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Hier auf einzelne Therapiemöglichkeit einzugehen, wäre zu umfangreich und komplex, es gibt schlicht zu viele Arzneien mit unterschiedlichen Wirkansätzen. Lassen Sie uns jedoch gerne über einzelne Wirkstoffe im Forum diskutieren. 

 

Generell hilft eine Klimatherapie. Längere Aufenthalte bei Meeres- oder Hochgebirgsklima (Reizklima) sind sehr wirksam, bedauerlicherweise aber nach Beendigung des Aufenthaltes zeitlich begrenzt. Fragen sie ihren Arzt oder ihre Krankenkasse nach Kuraufenthalten, z.B. an die Nord- oder Ostsee. 

 

Psoriasis und Tonsillektomie (Entfernung der Gaumenmandel): vom Erfolg dieses Eingriffs profitiert nur eine Subgruppe der Psoriatikern. Dies sind Patienten mit einer gewissen Mutation (HLA-Cw6), die genetische Veränderung führt zu gehäuften Streptokokken-Besiedlung des Rachenraumes und häufig zu Rachenentzündungen. Offenbar profitiert dieses spezielle Psoriasklientel von einer Tonsillektomie.

 

Zu den klassischen externen Behandlungsmethoden zählen: Dithranol, Retinoide, Salicylsäure, Harnstoff, Teer, Glukokortikoide, Vitamin D3-Analoga, Phototherapie (UV-Therapie), Balneo-Phototherapie, Tacrolimus und Pimecrolimus. Bei den letzten zwei Präparaten ist wegen unklarer Langzeitnebenwirkungen Vorsicht geboten! Die interne oder systemische Therapie ist nur schweren und sehr schweren Psoriasisformen vorbehalten, d.h. wenn die externe Behandlung nicht mehr ausreicht, geht man über in die nächste Therapiestufe. 


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Über den Autor

Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten

2005
Promotion zum Dr. med. univ. an der Medizinischen Universität Graz

2013
Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten

2014
Eröffnung einer Wahlarztpraxis für Haut- und Geschlechtskrankheiten im Gesundheitszentrum Seepark Kammer, Schörfling am Attersee

https://www.hautarzt-attersee.at/


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